Dies ist keine Pressemitteilung. Es ist die offene Chronik hinter Scuriccommerce — wie wir zur Idee kamen, warum wir uns für ein Markenhaus entschieden haben, und nach welchem Code wir bauen. Wer mit uns sprechen will, soll wissen, mit wem.
Im Frühjahr 2026 hat sich in einer Wohnung in Dorsten, Nordrhein-Westfalen, eine Entscheidung verdichtet, die schon länger reifte: ein Haus für eigene Direct-to-Consumer-Marken zu bauen — operativ, eigenfinanziert, mit Geduld.
Scuriccommerce ist kein Fonds, kein Aggregator, kein Markteinkauf. Es ist der Versuch, das zu tun, was die meisten Markenhäuser nur versprechen: eigene Marken entwickeln, ehrlich betreiben — und sie behalten.
Wer in Deutschland nach Alltagsprodukten sucht, landet zwischen drei Welten: anonyme Importware, klinisch wirkende Reha-Marken und überteuerte Premium-Ketten. In der Mitte fehlt das, was eine Kategorie eigentlich tragen sollte — eine Marke, die ihr Versprechen über das Produkt einlöst.
Diese Lücke ist nicht neu. Aber sie wird größer. Die Plattformen werden lauter, die Margen dünner, die Hersteller weiter weg vom Käufer. Wer in dieser Landschaft eine Marke bauen will, muss sich gegen alle drei Bewegungen zugleich stellen.
Drei Modelle standen am Tisch. Wir haben sie der Reihe nach verworfen.
Der Entschluss reift: ein Markenhaus für D2C — klein, vertikal, eigenfinanziert. Keine Investoren, keine Beiräte, keine Pitch-Bühne.
Scuriccommerce wird unter dem Namen seines Gründers geführt. Sitz: Heinrich-Heine-Str. 8, 46282 Dorsten. Nordrhein-Westfalen — Standort als Statement.
Die erste eigene Marke startet: ergonomische Sitzkissen für den deutschen Markt, ausschließlich direkt verkauft. Brand No. 01.
Eine zweite Marke entsteht intern — Kategorie Wellness, Launch geplant für Q4 2026. Sie wird genannt, sobald sie marktreif ist. Nicht früher.
Vesoro war kein Geistesblitz. Es war eine Hypothese, die jeder Schritt prüfte: dass eine markenschwache Kategorie durch ein besseres Produkt, eine ehrlichere Materialwahl und eine klare deutsche Identität wieder Mitte bekommt.
Sitzkissen klingt unspektakulär — bis man bedenkt, wie viele Stunden ein Mensch heute sitzt, und wie wenig die Industrie dafür anbietet, was diesen Stunden gerecht wird. Wir haben uns für die unaufgeregte Variante entschieden: Produkt zuerst, Marke danach.
Vesoro ist live, eigenfinanziert, im Haus betrieben. Die Marke ist klein. Sie soll wachsen — aber sie soll auch bleiben.
Das Portfolio ist klein — mit Absicht. Wir kuratieren strenger, als wir kommunizieren. Brand No. 02 läuft im Aufbau, Brand No. 03 in der Konzeptphase. Wir nennen keine Marke, bevor wir hinter ihr stehen.
Bis Ende 2028 sehen wir drei bis vier eigene Marken unter einem Dach — jede vertikal geführt, jede direkt am Kunden, jede operativ tragfähig. Das ist kein Wachstumsplan, das ist ein Bauplan.
Dies sind die Sätze, an denen wir Entscheidungen messen. Jeder darf zitiert werden — aber bitte vollständig.
Drei Verben, kein viertes. Kein Beirat zwischen Markt und Marke. Kein Investor zwischen Marke und Geduld. Wer baut, entscheidet.
Die Marke veredelt, sie verkleidet nicht. Wenn das Produkt im Alltag nicht besteht, hilft keine Verpackung. Wir testen, bevor wir verkaufen — und sitzen, bevor wir versprechen.
Produkt, Marke, Performance, Operations — eine Adresse, ein Verantwortlicher pro Feld. Lizenzmarken, Drop-Shipping, ausgelagerte Margen interessieren uns nicht.
Jede Marke trägt sich operativ. Wir wachsen mit positivem Deckungsbeitrag, nicht mit Verlust. Burn ist kein Geschäftsmodell — er ist eine Wette gegen die eigene Geduld.
Wir verkaufen direkt — kein Marktplatz-Filter, kein Datenblackout. Wer für ein Produkt zahlt, soll wissen, wer es gebaut hat. Wer es gebaut hat, soll wissen, wem er gegenübersitzt.
Marken werden über Jahre verdient, nicht über Quartale gerechtfertigt. Wir bauen für Dekaden — und behalten, was wir bauen. Exit ist kein Ziel; Bleiben ist eines.
Eine Marke alle 12–18 Monate, mehr nicht. Wir kuratieren strenger, als wir kommunizieren. Das Portfolio ist klein — mit Absicht.
Wir investieren in Material, Marge und Markenpflege — nicht in das, was diese Woche TikTok-tauglich ist. Wer leise und lange baut, wird irgendwann unüberhörbar.
Das war die Story — soweit sie heute geschrieben werden kann. Der Rest entsteht im Bauen.
Wer mit uns sprechen möchte — Partnerschaft, Lieferant, Talent, Presse oder einfach neugierig — die Tür ist offen. Persönliche Antwort, in der Regel innerhalb weniger Werktage.